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Gegen Kürzungen der Uni-Budgets

Angesichts der kolportierten Kürzungen der Universitätsbudgets und der kolportierten Aussage der zuständigen Ministerin, Wissenschaft, Lehre und Forschung stünden in der Regierung nicht im Fokus, fand am Mittwoch, dem 27. Mai 2026, in Wien eine große Demonstration gegen die drohenden Einsparungen statt. Nach Reden vor dem Hauptgebäude der Universität Wien zogen rund 28.000 Teilnehmer — darunter natürlich auch ein Aufgebot der AMM — durch die Innenstadt zum Wissenschaftsministerium und weiter vor das Bundeskanzleramt.
Auslöser war die Ankündigung, dass für die Leistungsvereinbarungsperiode 2028–2030 statt der von der Universitätenkonferenz für notwendig erachteten 18 Milliarden Euro nur 15,5 Milliarden Euro vorgesehen sein sollen. Das entspräche einer faktischen Kürzung um 2,5 Milliarden Euro bzw. rund 14 Prozent. Die Universitäten warnten vor einschneidenden Folgen für Forschung, Lehre, Personal und Studienbedingungen.
Beginn der Demonstration war um 13:00 Uhr vor dem Hauptgebäude der Universität Wien. Organisiert wurde sie von der Österreichischen Hochschülerschaft, der Universitätenkonferenz, den Universitätsleitungen sowie Arbeitnehmervertretungen.
Die Universitätenkonferenz mobilisierte die Österreichische Hochschüler_innenschaft (ÖH) unter anderem mit dem Hinweis auf eine mögliche Wiedereinführung beziehungsweise Erhöhung von Studiengebühren - auch wenn sie damit ein Thema ins Spiel brachte, das politisch nicht in ihrem Umsetzungsbereich liegt.
Der Preis dieser Mobilisierung zeigte sich dann freilich auch bei Teilen der Kundgebung: Neben den budgetpolitischen und universitätspolitischen Redebeiträgen kam es dann auch zu ideologischer Agitation. Abweichend von der offiziellen Rednerliste durfte auch Fridays for Future das Wort ergreifen - im Zuge des darauffolgenden Zuges zum Ballhausplatz wurden auch einschlägige politische Parolen skandiert und Palästina-Flaggen geschwenkt.
Die Schlusskundgebung vor dem Bundeskanzleramt war für 15:30 angesetzt.
Insgesamt: eine zahlenmäßig starke Demonstration gegen Einschnitte im Hochschulbudget — an einem heißen und extrem sonnigen Mittwoch. Wer am Arbeitsplatz keine Hautreaktionen vorweisen kann, der war wohl nicht dabei :)
