Begrenzung der Anzahl an Amtsperioden von Universitätsrektoren?

Ein im Nationalrat eingebrachter Antrag (Alfred Noll / JETZT) zur gesetzlichen Begrenzung der Anzahl an Amtsperioden von Universitätsrektoren wurde dem Wissenschaftsausschuss zugewiesen (im geltenden Universitätsgesetz können Rektoren beliebig oft wiedergewählt werden).
Von grundsätzlich mehreren Punkten, die man am gesetzlich vorgesehenen Procedere zur Rektorswahl kritisieren könnte (abgekürztes Bestellungsverfahren ohne dafür festgelegte Fristen bzw. die Wahl des Rektors durch den UniRat und damit durch einen teilweise politisch bestellten Personenkreis) greift der Antrag direkt machtpolitische Überlegungen auf, die in Ihrer Begründung nicht immer schlüssig sind.
Dessen ungeachtet: eine Sachdiskussion zu diesem Thema wäre grundsätzlich sinnvoll.

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Senatsitzung am 30. November

In der 14. Senatssitzung am 30. November wurde Harald Sitte (ohne Gegenkandidaten) zum neuen Senatsvorsitzenden gewählt – die Wahl war durch die Entlassung von Michael Gnant notwendig geworden.
Der Rektor berichtete von der mit dem Minister ausverhandelten Leistungsvereinbarung, den aktuellen Stand zu den Entwicklungsvereinbarungen sowie zur Planung eines eigenen "Frauencalls" für Professuren nach §99.
Der Aufnahme einer Professur für Viszeralchirurgie in den Entwicklungsplan wurde vom Senat beschlossen.
Massiven Unmut und Diskussion gab es im Senat zur wiederholt erfolgten Dialogverweigerung des Vizerektorats zum Themengebiet des Aufnahmetests (MedAT) und der Zugangsbeschränkungen – u.a. wurde die 5%-Quote für EU-Ausländer stillschweigend gestrichen ohne dies verbal oder in der Verordnung (Änderungsmodus) anzumerken. mehr

OECD fordert mehr Grundlagenforschung

Die OECD empfiehlt für Österreich in ihrem aktuellen Bericht zum heimischen FTI-Ökosystem einen stärkeren Fokus der Forschungspolitik auf Wettbewerb, mehr Grundlagenforschung und innovative Forschungskooperationen. Dadurch soll Forscherinnen und Forschern ein attraktiveres Umfeld geboten werden.
In einem überwiegend positiv gezeichneten Bild der heimischen Forschungslandschaft betont dieser die in den letzten zwei Jahrzehnten deutlich gesteigerte Forschungsintensität (zwischen 1998 und 2016 hatte Österreich die zweithöchste aller OECD-Länder).
Handlungsbedarf sieht der Bericht im Bereich der kompetitive Mittelvergabe im Bereich der Grundlagenforschung, die Dotierung in diesem Bereich solle deutlich gesteigert werden.
Die derzeitige budgetäre Ausstattung des FWF wird explizit als Hindernis für das Erreichen wissenschaftliche Exzellenz bezeichnet - womit die Analyse in die gleiche Richtung wie die im Oktober veröffentlichte Stellungnahme der Rektorenkonferenz geht. Diese hielt in einer Aussendung fest, dass "allein 2017 etwa 581 beantragte Stellen trotz ausschließlich oder überwiegend positiver Gutachterbewertungen der 250 eingereichten Projekte nicht gefördert werden konnten. In Summe fehlten dem FWF knapp 84 Millionen Euro zur Förderung dieser Projekte." mehr

Leistungsvereinbarungen ausverhandelt: Budgetplus von 15 Prozent

Die Verhandlungen zu den Leistungsvereinbarungen der 21 Universitäten mit dem Bildungsministerium sind für den Zeitraum 2019 bis 2021 abgeschlossen. Insgesamt 9,5 Mrd. Euro wurden den Universitäten direkt zugewiesen, über den klinischen Mehraufwand der medizinischen Universitäten (€ 612 Mio.), Ersatzzahlungen für Studiengebühren (471 Mio.), die Finanzierung der Medizinfakultät an der Uni Linz (114 Mio.) bzw. Bauvorhaben (84 Mio.) erhöhte sich das Budget auf insgesamt 11 Mrd. Euro.
Für die einzelnen Universitäten bedeutet das Steigerungsraten zwischen 8 und 17% im Vergleich zur Vorperiode; für die MedUni Wien ergibt sich ein Plus von 15.1%.
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