Deutscher Numerus Clausus teilweise verfassungswidrig

Das deutsche Bundesverfassungsgericht hat entschieden, dass das aktuell in Deutschland gehandhabte Verfahren zur Studienplatzvergabe teilweise verfassungswidrig ist und dem Gesetzgeber eine Frist bis Ende 2019 gesetzt, um die erkannten Mängel zu beheben.
Die in vielen österreichischen Medien kolportierte Bedeutung für das heimische Medizinstudium bzw. das damit verbundene Aufnahmeverfahren ist schwer nachvollziehbar, da das Erkenntnis des deutschen Bundesverfassungsgerichts keinen Einfluss auf die Anzahl der Studienplätze in Deutschland hat und demnach nichts am zahlenmäßigen Ansturm der deutschen StudienwerberInnen ändern wird.
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Sitzung der Curriculumkommission Humanmedizin am 7.12.2017

Am 7. Dezember fand die zehnte Sitzung der Curriculumkommission Humanmedizin statt; sie befasste sich mit den folgenden Themen:

  • Berichte und Diskussion
    • Themensammlung für das Arbeitsprogramm der weiteren Funktionsperiode der CuKo
    • Pilotprojekt zur Stärkung des immanenten Prüfungscharakters
    • Fallfrist für den 2. Studienabschnitt N201
    • Wiederaufnahme der Pharmakologie in Block 20, Prüfungsmodus (Moodle vs. Pilotprojekt zum immanenten Prüfungscharakter)
  • Gespräch mit der Curriculumdirektion
    • Präsentation zum Progress Test Medizin (Werner Horn): wird ab 2018 als Online-Test durchgeführt, um die Anzahl der ernsthaften TeilnehmerInnen zu erhöhen

Senatsitzung am 1. Dezember

In der Senatsitzung am 1. Dezember wurde Mag. Max Kothbauer (OeNB, 2003-2013 Vorsitzender des Universitätsrats der Universität Wien) für die verbleibende Amtszeit in den bis Ende Februar 2018 amtierenden Universitätsrat der MedUni Wien gewählt. Kothbauer nimmt damit in diesem Leitungsgremium den Platz des im Juli verstorbenen Walter Dorner ein.
Darüber hinaus erfolgte eine Anhörung der (amtierenden und vom Rektor schon jetzt für die Amtsperiode 2019-2023 vorgeschlagenen) Vizerektoren, bei der auch aufmerksame Zuhörer wenig Konkretes heraushören konnten.

weiters:

  • Stellungnahmen zur Verordnung über die Zulassungsbeschränkung zu den Diplomstudien Human- und Zahnmedizin sowie zur Änderung des Organisationsplans der MedUni Wien wurden beschlossen.
  • Nominierung der Berufungskommission für das laufende Berufungsverfahren "Neurochirurgie"
  • zeitlich befristete Einrichtung des Universitätslehrgangs "Studienassistenz / Study Management"
  • zu den Habilitationseinreichungen (November 2017) erfolgte die Zuordnung zu den Fachbereichen

Ministerium zahlt 9 Millionen an die Paracelsus Privatuniversität

Wie einer Ausschreibung in der Wiener Zeitung zu entnehmen ist, werden vom Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft für die Paracelsus Medizinische Privatuniversität (PMU) 9 Mill. € ausgelobt für Lehrkontingente für weitere Humanmedizinstudienplätze: der "Zukauf von Lehrleistungen im Bereich der Humanmedizin" für drei aufeinanderfolgende Studienjahre, beginnend mit dem Jahr 2018/2019, für je 25 (d.h. insgesamt 75) zusätzliche Studienplätze der Humanmedizin (unter diesem Link aufrufbar).
Diese offensichtliche Umgehung von §5 des Privatuniversitätengesetzes, welcher die Zuerkennung von geldwertigen Leistungen des Bundes verbietet wird über die gesetzlich vorgesehene Ausnahmeregelung gespielt, nach der "Gegenleistungen aus Verträgen über die Erbringung bestimmter Lehr- und Forschungsleistungen … zur Ergänzung des Studienangebotes der öffentlichen Universitäten" gestattet sind. Argumentiert wird mit dem drohenden Ärztemangel.
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